Daytrading
Tageszeit und Breakout-Wahrscheinlichkeit
Bewegen sich die Kurse am Vormittag auf eine Unterstützungs- oder Widerstandszone hin, dann wird diese wahrscheinlich halten. Dagegen ist am Nachmittag ein Durchbrechen wahrscheinlicher. Dies gilt vor allem dann, wenn diese Bewegung im Einklang steht mit dem übergeordneten Trend, das heißt wenn in einem Bullentrend die Kurse sich am Vormittag auf eine Unterstützungszone zubewegen und am Nachmittag die Kurse dann hin auf eine Widerstandszone steigen bzw. umgekehrt in einem Bärenmarkt. Hier sind Bullen- und Bärenmarkt sehr kurzfristig zu verstehen im Hinblick auf die Stimmung der letzten Tage.
Widerstands- und Unterstützungslinien im Tagesverlauf
Da die meisten Trendwenden sich in der Nähe des Opens ereignen, halten Widerstands- und Unterstützungslinien statistisch gesehen häufiger am Vormittag. Am Nachmittag dagegen wächst die Wahrscheinlichkeit, daß es zu einem Break kommt, wenn sich der Kurs einer Widerstands- oder Unterstützungslinie nähert.
Dies hängt damit zusammen, daß aufgrund der kurzen Zeit, die bis zum Close dauert, meist nicht mehr genügend Zeit verbleibt für eine profitable Gegenbewegungen. Noch wichtiger ist, daß die Trader, die jetzt den Trend verfolgen, ein Gewinnpolster haben, also die starken Hände sind, während die, die versuchen, die Widerstands- oder Unterstützungslinie zu verteidigen, am Nachmittag die schwachen Hände sind.
Die Spikes als Widerstands- und Unterstützungslinien
Als Spike bezeichnet man den herausgehobenen Bar bei einer Wende. Sein anderes Ende, also das, das nicht aus dem Kurs heraussticht und das hoch oder tief war, ist häufig Ziel einer Gegenbewegung. Diese Gegenbewegung kann sehr bald auftreten als kurzer Rückschlag in einem laufenden Trend, sie kann aber auch viel später auftreten im Rahmen einer annähernden Doppelformation. Man sollte also in jedem Fall diese Preisniveaus weiterprojiziieren und auf ihr Erreichen achten. Sie sind ziemlich wendeverdächtig, wenn sie erreicht werden.