Aktienindizes
Tendenzen innerhalb der Monate und Wochen
Ein Teil der Muster bei den Monatstagen und innerhalb der Woche ist logisch zu erklären, zum Beispiel die Tatsache, daß sich die Freitagstendenz meist am Montag fortsetzt oder das Broker/Liquditätsmuster, das unten beschrieben wird. Es gibt aber auch Dinge, die nicht erklärbar sind, zum Beispiel, daß der 10. und der 20. eines jeden Monats beim S&P eine Negativtendenz hat, im geringeren Maß auch die Zeit zwischen dem 13. und dem 15. Eine weitere merkwürdige Tatsache ist die, daß bei den Aktienmärkten und übrigens auch bei den Bonds, die saisonalen Effekte innerhalb eines Monats sich verstärken, wenn der Monat mehr als 21 Trading-Tage hat. Bei 22 und 23 Trading-Tagen im Monat werden die meisten im folgenden aufgeführten Zusammenhänge wesentlich sicherer, besonders auch die Monatsend-Rallye, also auch das Broker/Liquiditäts-Muster.
Das Broker/Liquiditäts-Muster
Die sichersten Tage für Kurssteigerungen liegen zwischen dem 29. des letzten Monats und dem 3. des darauffolgenden, sowohl was die Häufigkeit angeht als auch, was die Größe der Bewegung angeht. Die negativsten Tage liegen direkt davor zwischen dem 23. und dem 28. Dies erklärt auch die Tatsache, daß normalerweise die Kurse in der ersten Monatshälfte stärker steigen als in der zweiten und zwar im Schnitt dreimal so stark. Dies hängt zunächst erst einmal mit der Liquidität zusammen, die gegen Ende des Monats sinkt und ansteigt, wenn die Gehälter gezahlt werden.
Es hängt andererseits zusammen mit den Aktivitäten der Broker, die gegen Ende des Monats ihre Versuche vervielfachen, die Leute zum Anlegen zu verleiten, weil sie bestimmte Absatzzahlen zu erzielen haben. Die besten Monate, um dieses Muster zu traden, ist die Wende von Juli auf August und die von Oktober in den November. Die schlechtesten sind die vom Januar zum Februar und die vom September zum Oktober. Klammert man diese aus, dann erhöht sich die Trefferquote stark. Zusätzlich kann man auch die Bonds als Filter nehmen und den Monats-End-Trade nur machen, wenn die Bonds gestern höher geschlossen haben als 30 Tage zuvor.
Der Ferien-Effekt
Statistisch gesehen steigen die Kurse vor Ferien in 83% der Fälle. Allerdings ist dieser Effekt mittlerweile gut bekannt, daher treten hier viele falsche Signale auf, man muß daher beim Traden aufpassen.
Wochenrhythmus
- Gerechnet nach dem Ausmaß der Bewegung und nicht nach der Häufigkeit, ist Montag der schlechteste Tag, allerdings steigen an den meisten Montagen die Kurse, aber wenn das nicht der Fall ist, sind die Einbrüche recht groß (in den letzten Jahren allerdings änderte sich das etwas, in den 1990ern wurde der Montag zum stärksten Gewinntag des Dow).
- Freitag ist der beste Wochentag, ebenso positiv sind Mittwoch und Donnerstag, wobei der Mittwoch sich durch größere Swings hin und her auszeichnet.
- Der Dienstag ist leicht positiv und neigt besonders am Vormittag dazu, die Wochentendenz vom Montag zu wenden.
- Man kann den Wochenrhythmus verfeinern, wenn man noch die besten Tage des Jahres und die Monats-Tendenzen hinzunimmt. Man findet so Tage heraus, wo relativ einfache Breakout-Systeme funktionieren können, zum Beispiel solche, wo mit einer Range des Vortages gearbeitet wird, die dann beim heutigen Close abgetragen werden, usw. Beim S&P etwa ist nur der Donnerstag ein wirklich guter Verkaufstag, gute Kauftage sind Montag, Dienstag und Mittwoch.
- Dienstag und Freitag gibt es besonders gute Ranges. Am Mittwoch gibt es die größten Bewegungen insofern als die Kurse starke Bewegungen nach oben oder unten machen, also die größte Strecke wird zurückgelegt, nicht unbedingt die größte Handelsspanne. Dagegen finden wir am Montag die größte Bewegung vom Eröffnungs-bis zum Schlußkurs. Der Montag ist also besonders gut geeignet. eine Position an der Eröffnung einzunehmen und sie bis zum Schluß durchzuhalten. Die kleinste Bewegung findet man im übrigen am Donnerstag. Dagegen finden wir auch recht große Bewegungen von der Eröffnung bis zum Schluß am Dienstag und am Freitag. Beim Bond-Markt finden sich hier andere Werte, die größte wäre hier am Dienstag, die kleinste am Montag.
Kennzeichnung der Wochentage
- Montag = Tonfestsetzung für die Woche.
- Dienstag = Trendwende, besonders zwischen 10.30 und 11 Uhr.
- Mittwoch = Tag der großen Bewegungen, da hier die Funds die Strategie für den Rest der Woche festlegen.
- Donnerstag = die Bewegung von Mittwoch geht abgeschwächt weiter oder seitwärts Freitag = die Verlustpositionen werden glattgestellt. Bei kritischer Wetterlage werden auch die Gewinne mitgenommen.
- Darüberhinaus gibt es eine Beziehung zwischen Montag und Freitag: lag das Tief am Montag, so wird das Hoch am Freitag sein und umgekehrt. Weiterhin sinken Bonds und Gold oft am Montag, wenn die Welt übers Wochenende wieder nicht explodierte.
Das Montags-Phänomen
Prozentual gesehen steigen an den meisten Montagen die Kurse. Wenn sie aber fallen, dann fallen sie stark, das erklärt die vielen schwarzen Montage. Man kann den Montags-Effekt noch verbessern, wenn man ihn kombiniert mit dem Options-Verfalls-Termin. In den zwei Wochen vor dem Optionsverfalltermin ist die Wahrscheinlichkeit des Steigens am Montag extrem hoch, in den zwei Wochen danach ist sie jedoch nur wenig besser als 50%.
Freitag-zu-Montag-Momentum
Es besagt, daß ein überdurchschnittlich starker Freitag von einem sehr starken Montag gefolgt wird, bzw. einem Dienstag, wenn Montag ein Feiertag ist. Ebenso ist der Montag sehr schwach nach einem schwachen Freitag. Trifft diese Regel nicht zu, dann entsteht das Freitag-zu-Montag-Break-Muster, das im Grunde noch signifikanter ist und in jedem Fall einen zumindest kurzfristigen Trendwechsel prognostiziert. Meist findet am Montag nur dann eine Wende statt gegenüber der Bewegung vom Freitag, wenn entweder über das Wochenende wichtige Neuigkeiten herauskamen oder wenn die Bewegung vom Freitag ein „Blow-Off“ war. Darunter versteht man eine Übertreibungsphase nach einer bedeutenden Aufwärtsbewegung.
Freitags-Effekt
Falls am Freitag die Kurse steigen, kann man sicher sein, daß sie auch am Montag steigen werden, jedenfalls in der ersten Hälfte, falls am Wochenende nichts Fundamentales passiert. Sie steigen dann am Freitag gegen die Glattstellungskäufe der Profis. Gibt es am Freitag ein neues Tief und einen stärkeren Rutsch nach unten, entsteht meist ein Down-Gap am Montag, der Markt eröffnet wesentlich tiefer. Obwohl es riskant ist, zahlt es sich daher aus, eine Short-Position in einem solchen Fall übers Wochenende zu behalte.
Ein Trading-System auf Basis des Freitags-Montags-Effektes
Wir benötigen zwei Up-Closes in Folge, also jeweils höhere Schlußkurse, dann eine Kontraktion der Range(und zwar darf die Tages-Range nur 3/4 der gestrigen sein), wenn dann an einem Freitag oder Montag eine Eröffnung kommt, die über dem letzten Close liegt, kauft man. Das System ist eine Weiterentwicklung von Andrew. stammt aber ursprünglich von Toby Crable. Der Freitag ist gekennzeichnet durch relativ viele kleinere Wenden. Beim Daytraden sollte man also am Freitag häufiger gegen den Trend gehen.
Dienstags-Effekt
Bei vielen Future-Märkten, besonders beim Aktienmarkt, hat der Dienstag die Tendenz den Trend zu drehen, meist am Vormittag gegen 11.00 Uhr amerikanischer Zeit. Die Tendenz ist besonders stark, wenn am Montag ein starker Move voranging, meist setzt sich die Bewegung vom Dienstag dann am Mittwoch fort, was ein wichtiges Trading-Motiv ist. Besonders häufig enden am Dienstag Trends, die am Freitag begonnen haben und am Montag weitergingen, meist dann schon am Dienstag-Vormittag.
Ein System zum Dienstags-Effekt
Hier wartet man auf einen Dienstag, wo die Trendwende nicht auftritt, aber gleichzeitig exzessiver Überoptimismus herrscht. Erfahrungsgemäß schiebt dies dann nämlich die Wende um einen Tag vorwärts. Der Dienstag muß höher schließen als der Montag und der Mittwoch muß höher eröffnen als das höchste Hoch der letzten drei Handelstage. Man wartet jetzt die erste Abwärtsbewegung ab und shortet dann den Aktienmarkt. Die Treffsicherheit liegt bei 75%.
Die Tendenz der ersten drei Wochentage
Solange sich der Aktienmarkt nicht in einem schreienden Bärenmarkt befindet, besteht die ausgeprägte Tendenz, daß Abwärtsbewegungen nicht über die ersten drei Tage hinausgehen. Hielt eine solche Abwärtsbewegung also Montag, Dienstag und Mittwoch an, dann ist der Donnerstag wahrscheinlich bullish, besonders, wenn die Range am Mittwoch kontrahiert war.
Ein System dazu
Es stammt ebenfalls von Andrew, ist empirisch gefunden worden und hat eine hohe Trefferquote. Man sucht einen Montag, Dienstag oder Mittwoch, der eine größere Range hat als der Vortag und den tiefsten Schlußkurs der letzten drei Tage. Das Tief muß kleiner sein als das Tief zwei Tage zuvor. Am nächsten Tag muß das Open kleiner sein als das Tief von gestern. Man kauft dann in der Nähe des gestrigen Tiefs.
Die besten Kauftage beim S&P
Die besten Kauftage sind der 6., 7. und 8. Trading-Tag, sowie die letzten drei bis vier Trading-Tage. Die letzten Trading-Tage beginnen immer mit dem 19. Trading-Tag, es handelt sich um die letzten drei. wenn er 21 Trading-Tage hat, um die letzten 4, wenn er 22 hat.
Optionsverfall-Termine und Quartals-Enden
Wie an anderer Stelle bei Optionen gezeigt wurde, nehmen die Puts und Calls einen sehr starken Einfluß auf die Entwicklung des Aktienmarktes, denn ein Großteil der Aktienumsätze wird durch Glattstellungen hervorgerufen. Dies führt dazu, daß die Kurse zwangsläufig steigen, wenn die Stimmung bearish ist, also mehr Puts verkauft werden in der letzten Woche vor einem Optionsverfallstermin und sie zwangsläufig sinken, wenn die Stimmung bullish ist, also mehr Calls gekauft werden. In Jahren, wo die Marktstimmung überwiegend bearish ist, wird mehr als ein Drittel der Gesamtsteigerungen in der letzten Woche vor dem Verfallstermin jeden Monats, also innerhalb von 12 Wochen, getätigt.
Der Einfluß ist also erheblich. Am Quartalsende und zwar am letzten Trading-Tag fällt der Aktienmarkt und zwar in 90% der Fälle. Dieses Muster ist allerdings mittlerweile bekannt, so daß es sich verändert und sich auf die letzten zwei Tage des Quartals verteilt. Außerdem ist der Schwerpunkt des Einflusses im Small-Cap-Sektor zu finden, schlägt sich also im Russell2000-Future nieder. Ausnahmen sind nur in Zusammenhang mit fundamentalen Tatsachen möglich, etwa Veröffentlichungen der Fed. In den ersten Trading-Tagen des neuen Quartals dagegen ist die Marktstimmung fast immer bullish.
Jahresend-Selloff
Wie in jedem Monat steigen die Kurse in den ersten Tagen des Januars deutlich an, hier sogar noch häufiger als in den anderen Monaten. Dem stand früher ein Jahresend-Selloff gegenüber, das heißt zwischen dem 26. und 31.12. sanken die Kurse meist. Dies ist heute in dem Maße nicht mehr der Fall, allerdings steigen die Kurse hier meist geringer als an den letzten Tagen anderer Monate.
Verschiedene Muster im Aktienmarkt
Rollover-Muster
Läuft ein Future-Kontrakt aus, treten in vielen Märkten Rollover-Mechanismen ein, also die alten Inhaber gehen in neue Verträge. Dies führt meist zu steigenden Kursen in fast 80% der Fälle.
Sozialhilfemuster
Man geht vom Beginn des Wochenendverkaufs, also vom Donnerstag aus. Die niedrigsten Preise bei Cattle findet man tendenziell eine Woche vor dem letzten Donnerstag im Monat, die höchsten eine Woche vor dem ersten Donnerstag im Monat. Es kommt also innerhalb von einer Woche gegen Ende des Monats bzw. zum Monatswechsel zu einem Anstieg.
Fonds-Muster
In den ersten zehn Tagen des Monats steigen die Aktien, besonders wegen der Geldzuflüsse der Fonds.
Window Dressing
Dieses findet gegen Ende jedes Quartals statt. War dies schlecht, so verkaufen die Fonds, um keine Verlierer im Bestand zu haben. Sie werden das Geld dann noch schnell in Gebiete stecken, die gut laufen, wie Rohstoffe oder Bonds. War das Quartal dagegen gut, werden sie sich voll investieren in die Gewinner.
Auktionsroutine
Vor der vierteljährlichen Regierungsauktion der Bonds, sowie in der ersten Woche danach gibt es nur gute fundamentale Nachrichten.
Brokereffekt
Zwischen dem 20. und 25. jeden Monats kommt es immer wieder zu großen Rallyes, besonders bei Aktien, da die Broker hier ihren Kunden hier besonders bearbeiten. Die Brokergebühren werden nämlich am 30. abgebucht und die Aktienabrechnung dauert fünf Tage, so daß sie versuchen durch weitere Geschäfte noch in diesem Monat Gebühren zu verdienen.
Neues Jahreshoch oder -tief
Hier sollte man sein ganzes Geld auf die neue Bewegung setzen, denn normalerweise tun dies auch die Profis, so daß jede Gegenbewegung zumindest für einige Stunden unterdrückt wird.
Der Taylor-Rhythmus im Wochenverlauf beim Aktienmarkt
Der Taylor-Rhythmus postuliert einen 3-Tages-Rhythmus. Da wir mittlerweile nur noch fünf Handelstage in der Woche haben, kann er sich natürlich nicht exakt im Wochenverlauf wiederspiegeln. Allerdings verengt und erweitert sich dieser Zyklus ohnehin, so daß vor allem die ersten drei Tage dem Taylor-Zyklus entsprechen.
Montag
Der Montag entspricht im wesentlichen dem Kauftag bei Taylor, also dem Tag, wo das Tief zuerst gemacht wird und das Hoch zuletzt am Nachmittag, jedenfalls am Aktienmarkt. Die Ausnahme ist allerdings, wenn der Freitag zuvor schwach war, besonders am Ende. Ein schwacher Schluß am Freitag spricht auch für einen schwachen Montag. Die andere Ausnahme ist ein Bärenmarkt, hier tendiert der Montag eher schwächer. In den 1990ern war es darüberhinaus so, daß eine höhere Eröffnung am Montag bullish war, also die Lücken zum Schluß vom Freitag nicht geschlossen wurden oder nur kurz. Dies umso mehr, je höher die Eröffnung am Montag war. In den heutigen durchwachsenen Märkten kann man natürlich nicht mehr ganz so sicher sein. Nichtsdestotrotz tendiert der Montag noch bullish, wenn der Freitag im oberen Drittel seines Tages-Bars geschlossen hatte, dagegen tendiert er nach unten, wenn Freitag im unteren Drittel schloß.
Dienstag
Der Dienstag entspricht in vielem dem zweiten Tag im Taylor-Zyklus, also dem Tag, an dem man Gewinne mitnehmen sollte. Er beginnt normalerweise ziemlich hektisch in der ersten Stunde und sofern es am Vormittag zu keiner Wende kommt (dann meist ausgehend von den Bonds), setzt sich die Tendenz des Montags fort, in der Regel, wenn dieser bullish war mit einer Nachmittags-Rallye, nach Taylor dann eben die Gelegenheit, die Gewinne mitzunehmen. Das Hin und Her bei der Eröffnung erklärt sich durch Gewinnmitnahmen von Leuten, die am Montag eingestiegen sind.
Der Dienstag steht noch in einem anderen Aspekt mit dem Taylor-Zyklus in Verbindung: War der Montag eher flach, verlängert sich sozusagen der Zyklus und der Dienstag spielt jetzt innerhalb der Woche die Rolle des Montags. Die Situation bei der Eröffnung wird auch dadurch bestimmt, daß am Montag viele schwache Hände gekauft haben aufgrund von Zeitungsempfehlungen und anderen Medien, die über das Wochenende herauskamen. Die Profis versuchen jetzt also zu testen, ob man die Kursgewinne vom Montag (falls welche aufgetreten sind) wieder zurücknehmen kann. Geschieht dies nicht und der Trend geht aufwärts, dann sollte man diesem folgen, denn dann ist er sehr sicher.
Mittwoch
Nach Taylor müsste jetzt (falls sich nicht der Rhythmus um einen Tag verschoben hat) der Mittwoch der Leerverkaufstag sein. Dies ist jedoch nur in Ansätzen der Fall, tatsächlich finden wir am Mittwoch ein ausgeprägtes Hin und Her, im Schnitt gibt es zwei Anstiege und einen Abstieg (im Bärenmarkt umgekehrt, zwei Abstiege und einen Anstieg), so daß dieser Tag eigentlich für Leute, die sich am Taylor-Rhythmus orientieren als Trading-Tag ausfällt. Andererseits bringt er meist sehr starke Bewegungen, so daß er günstig ist in engeren Zeitrahmen zu handeln, zum Beispiel mit 5- und 15-Minuten-Charts, dann eben nach anderen Verfahren. Man sollte sich hier darauf konzentrieren, einen Teil der größeren Bewegungen auszuschneiden und immer daran denken, daß es am Mittwoch so gut wie immer starke Gegenbewegungen gibt.
Donnerstag
Tatsächlich spielt der Donnerstag, also der vierte Tag, die Rolle des dritten Tages von Taylor als Leerverkaufstag. Dies gilt natürlich für Bullenmärkte, im Bärenmarkt sind die ersten drei Tage eher bearish und der Donnerstag bringt dann eine Aufwärtsbewegung, er wäre dann der Kauftag, wenn man den Taylor-Rhythmus umdreht. Im Bullenmarkt dagegen setzt meist am Nachmittag eine relativ starke Abwärtstendenz ein.
Freitag
Schließt der Donnerstag schwach, also in der Nähe seines Tiefs, setzt sich am Freitag-Morgen diese Bewegung fort. Am Nachmittag wird dann meist ein Tief gemacht und ein Boden, wonach Käufe auftreten von Leuten, die den Markt jetzt für unterbewertet halten, so daß es bis zum Schluß wieder eine Rallye gibt. Dieses Muster ist sehr typisch, im Bärenmarkt dreht es sich häufig um, das heißt ein starker Schluß am Donnerstag führt zu einem weiteren Anstieg am Freitag und zu einem Abstieg gegen Schluß hin.
Empirische Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen Wochentag und Kursverhalten am Vortag
Die Untersuchungen stammen von Angell und entstammen den 1990ern, also einer Phase, wo der Markt allgemein stark bullish war. Die Ergebnisse sind also nur noch unter Vorbehalt zu sehen, allerdings sind sie insofern interessant, als sie eine nützliche Herangehensweise zeigen und jeder kann für sich solche Statistiken nachmachen, zumal es hier nicht auf große Zahlen ankommt, sondern wichtig ist das Verhalten, das der Markt in der augenblicklichen Phase zeigt.
Montag
Damit am Montag die Preise steigen, sollte der Schlußpreis am Freitag in den oberen 35% der Tagesspanne liegen. Damit am Montag die Preise sinken, sollte der Markt am Freitag merkwürdigerweise auch eher stark sein und erst am Montag einbrechen. Dann zeigt sich ein Follow Through. Ein schwacher Schluß am Freitag zieht (jedenfalls im Bullenmarkt) am Montag Käufe nach sich. Zwar brechen die Kurse am Anfang meist ein, aber dann kommen Käufe von Leuten, die glauben, das Niveau sei niedrig und treiben den Markt meist wieder in die Höhe.
Dienstag
Damit am Dienstag die Preise steigen, sollten die Schlußkurse am Montag nicht zu stark sein, nicht in den oberen 25% der Tages-Range. Waren nämlich Freitg und Montag stark, dann wird der Dienstag der dritte Tag des Taylor-Zyklus. Ist das nicht der Fall, verschiebt sich das Ganze um einen Tag. Man sollte auch nicht versuchen, versäumte Gelegenheiten (das Kaufen am Montag bei einem starken Markt) am Dienstag nachzuholen. Damit am Dienstag die Preise sinken, sollten dagegen die Kurse am Montag in den oberen 30% der Tages-Range schließen, damit eben der 3-Tage-Taylor-Zyklus erhalten bleibt.
Mittwoch
Damit am Mittwoch die Preise steigen, sollten die Kurse am Dienstag in den oberen 25% der Tages-Range schließen, je stärker, umso besser. Dies hängt möglicherweise mit den vielen Reports zusammen, die am Dienstag-Nachmittag herauskommen. Diese werden später veröffentlicht und ziehen dann Käufer an.
Damit am Mittwoch die Preise sinken, sollten merkwürdigerweise am Dienstag die Preise ebenfalls stark schließen in den oberen 33% der Tages-Range. Allerdings funktionierten diese Trades im Bullenmarkt relativ wenig, der Markt zeigte am Mittwoch meist größere Hin- und Zurückschwünge, die in kleineren Zeitrahmen getradet werden sollten. Allgemein zeigt der Mittwoch die Tendenz, in Bullenmärkten eher zu steigen und in Bärenmärkten eher zu fallen.
Donnerstag
Damit am Donnerstag die Preise steigen, sollten die Kurse am Mittwoch in der oberen Hälfte der Tages-Range schließen. Damit am Donnerstag die Preise sinken, kommt es hier nur auf die Bewegung am Donnerstag selbst an. Eine kräftige Abwärtsbewegung funktioniert unabhängig davon, was am Mittwoch geschah. Allgemein zeigt der Donnerstag die Tendenz, im Gegensatz zum Wochentrend sich zu bewegen.
Freitag
Damit am Freitag die Preise steigen, sollte der Schluß am Donnerstag weder zu stark noch zu schwach sein. Günstig ist zum Beispiel ,wenn am Donnerstag die Kurse zwar gesunken sind, aber gegen Ende wieder leicht anzogen, um den Kurs in die Mitte der Tages-Range zurückzubringen. Geschieht dies nicht, ist dies eher ein Zeichen von Marktschwäche, die auch für Freitag bearish ist. Am bullishten ist es, wenn der Markt im mittleren Drittel der Tages-Range schließt. Daneben ergeben sich Kaufgelegenheiten am Freitag-Nachmittag, wenn Trader beginnen, auf einen starken Montag zu spekulieren. Damit am Freitag die Preise sinken, muß man auch hier nicht den Donnerstag beachten, allgemein funktionieren eben Bären-Trades besser am Wochenende, also am Donnerstag und Freitag.