Fibonacci
Die Kombination von Fibonacci-Retracements mit Projektionen

Grundsätzlich sollte man nach Möglichkeit immer mehrere Fibonacci-Methoden kombinieren. Z. B. lassen sich alle Fibonacci-Verfahren mit der Zeitanalyse nach Fibonacci kombinieren und die meisten auch sinnvoll mit den Fibonacci-Ellipsen. Im folgenden werden hier die Kombinationen von Fibonacci-Retracements mit Fibonacci-Projektionen gezeigt. Diese ergänzen sich und schaffen ein Muster nach dem sich die Kurse bewegen. Dies ist besonders wichtig für das Daytraden.
An den meisten Tagen lassen sich an den großen Märkten alle Wendepunkte im Intradaybereich mit diesem Verfahren erklären. Gartley untersuchte bereits 1935 diese Zusammenhänge und entwickelte zehn Muster (das wichtigste ist das Muster, das er auf S. 222 beschreibt). Diese werden hier nicht wiedergegeben, da sie für die einzelnen Märkte unterschiedliche Bedeutung haben und bei vielen Märkten auch andere Muster auftreten.
Hat man aber das Grundverfahren verstanden, wird man leicht für den jeweiligen Markt auf dem man tradet, die relevanten Muster selbst feststellen können. Daher enthält diese Seite nur zwei Elemente: Einige Beispiele von wichtigen Kombinationen von Fibonacci-Retracements und Fibonacci-Projektionen. Das Schmetterlingsmuster von Bryce Gilmore, das neben dem wichtigsten Gartley-Muster das wohl sicherste Einzelsignal der technischen Analyse ist.
In den allermeisten Fällen lassen sich die gesamten Bewegungen eines Tages durch Fibonacci-Verhältnisse erfassen. Es ist zu beachten, daß die Retracements und Projektionen sich nicht immer auf die jeweils vorangegangene Bewegung beziehen. Man benötigt also etwas Phantasie, um die Zusammenhänge zu erfassen. Manchmal kommt es aber auch vor, daß sich ein bestimmter Wendepunkt durch mehrere Fibonacci-Verhältnisse erklärt. Zum Beispiel enden die Kurse auf einem Niveau, das sowohl ein 0,786-Retracement der Bewegung von 1 ist als eine 1,618-Projektion.
Klassische Chart-Formationen, Fibonacci-Projektionen und Retracements
Es ist wenig bekannt, daß die Formationen der klassischen Chart-Analyse, wie Dreieck, Kopf-Schulter- Formation, usw., ebenfalls den Fibonacci-Verhältnissen gehorchen. Die Kenntnis dieser Tatsache versetzt den Trader in die Lage, diese Formationen viel genauer analysieren zu können und Ausbrüche zu bestimmen. Die Formationen werden im Berech der Technischen Analyse dargestellt.
Als ein Beispiel von vielen wird nun im folgenden die Vorgehensweise anhand der Formation „Three Drives to a Top“ (Drei Schwünge zum Gipfel) dargestellt. Ähnlich sind die Verhältnisse auch bei „Three Drives to a Bottom. „Three Drives to a Top“ wurde gewählt, weil diese Formation beim Daytraden sehr häufig ist und oft übersehen wird. Auch alle anderen Formationen lassen sich auf diese Weise analysieren und für das Traden sicherer machen.
Gartley 222
Diese Gartley-Formation wurde ausführlich bereits besprochen (von Seite 222 seines berühmten Buches aus dem Jahr 1935). Diese Besprechung wird hier nicht wiederholt, vielmehr wird sie hier nur bildlich dargestellt, wie sie sich zusammensetzt aus der Kombination von Fibonacci-Projektionen mit Fibonacci-Retracements. Wie gesagt, kommt dieser Gartley-Formation eine besondere Bedeutung zu wegen ihrer hohen Trefferquote von 75%, auch in den modernen Märkten, die nur von der unten besprochenen Schmetterlingsformation erreicht wird.
Schmetterlings-Muster (Butterfly)
Das Schmetterlingsmuster (Butterfly) ist ein neueres Muster, entwickelt von Bryce Gilmore. Es hat eine ähnlich hohe Trefferquote, wie das klassische Muster Gartley 222. Im Gegensatz zu diesem Muster sind hier die Fibonacci-Verhältnis variabel. Entscheidend ist die Form, sie erinnert an Schmetterlingsflügel, wenn man die Dreiecke betrachtet, die die Kursbewegung bildet.

Es wurden typische Fibonacci-Verhältnisse gewählt, die in der Schmetterlingsformation häufig vorkommen, es könnten aber auch andere gewählt werden. Der Butterfly-Up bildet sich nach einem Abwärtstrend nach einer Bodenbildungsformation, die Kurse werden steigen. Der Butterfly-Down bildet sich nach einem Aufwärtstrend als Top-Formation, die Kurse werden fallen.