Daytrading mit drei Zeitrahmen

Man muß zunächst eine sinnvolle Zeitrahmenkombination wählen, was natürlich von den eingesetzten Techniken abhängt, aber auch von der Höhe der Kommission, denn bei hohen Kommissionen lohnt es sich nicht, in sehr kurzen Zeitrahmen zu traden. Nehmen wir als Beispiel an, jemand würde in 2-Minuten-Charts traden, dann könnte er als anderer Zeitrahmen 10-Minuten-Charts und Stunden-Charts hinzunehmen.

Der längste Zeitrahmen (mit dem Trend)

Dieser legt den langen Trend fest und dient dazu, einen Vorteil zu erzielen gegenüber den meisten Tradern, die nur in sehr kurzen Zeitrahmen denken, also zum Beispiel wenn sie mit 2 Minuten traden, allenfalls noch fünf und zehn Minuten hinzunehmen.

Auf diesen langfristigen Zeitrahmen werden jetzt Trendfolgeindikatoren angewendet, zum Beispiel der MACD oder einer der modernen Indikatoren, etwa das Ultra-Smooth-Momentum. Man sollte in jedem Fall den benutzten Indikator sehr gut kennen, um unterscheiden zu können zwischen wichtigen und unwichtigen Signalen.

Der mittlere Zeitrahmen (gegen den Trend)

Im mittleren Zeitrahmen sollten wir auf eine Welle warten, die sozusagen gegen die Flut, also gegen den längeren Zeitrahmen geht. Eine Möglichkeit hierzu wäre die Verwendung von Oszillatoren. Sie sollten gegen den Trend im Stundenchart in den anderen Extrembereich gestiegen oder gefallen sein und mittlerweile sollte sich schon wieder eine Wende andeuten hin in Richtung Trend des Stundencharts, allerdings noch nicht vollzogen, dann wäre es nämlich meist schon zu spät.

Wichtig ist hierbei, daß die verwendeten Oszillatoren sehr schnell reagieren, zum Beispiel ist der RSI weniger geeignet, da er relativ langsam agiert.

Der kleinste Zeitrahmen (wieder mit dem Trend)

Im 2-Minuten-Chart werden dann die eigentlichen Trades gemacht. Es kommt darauf an, daß wir hier jene Punkte identifizieren, wo die Bewegung in Einklang ist mit dem übergeordneten Trend im Stundenchart und wo der 2-Minuten-Chart den 10-Minuten anführt bei seinem Einschwenken auf diesen alten Trend. Wir wollen also möglichst früh das Ende der Korrekturen erreichen.

Man kann hier alle Verfahren anwenden, die schnell funktionieren, man kann allerdings hier auch ganz auf Indikatoren verzichten und mit Buy-oder Sell-Stops arbeiten. Wollen wir zum Beispiel long gehen, also kaufen, dann würden wir uns bei dem Preis in den Markt stoppen lassen, der oberhalb des Korrekturniveaus liegt im 10-Minuten-Chart, usw.

Die Verwendung der modernen Indikatoren

Man kann dieses System, das mit drei Trends arbeitet, vielfältig variieren, zum Beispiel indem man moderne Indikatoren einsetzt. Hier müssen wir nicht notwendigerweise nur einen Oszillator durch einen besseren zu ersetzen, sondern man kann auch völlig neue Indikatoren nehmen, zum Beispiel kann man die Erschöpfungsbars in den drei Zeitrahmen gegeneinander filtern, dann muß man das System etwas verändern, wir müßten abwarten bis gleichzeitig im 2-Minuten und im 10-Minuten-Chart die Bars auftreten in Richtung der noch laufenden Bewegung im Stundenchart, usw.

Weiterhin können wir die einzelnen modernen Indikatoren gegeneinander filtern, wir können neuronale Netze einsetzen, usw. Besonders wichtig ist auch, besonders für den 10-Minuten-Chart, die Verwendung des Predikt-Indikators.